Angekommen in Ulan Bator

Haha, das erinnert mich an ein Erlebnis aus meiner Jugend! Vor gut 20 Jahren bin ich mal mit meinem Auto an einer T-Kreuzung in der Nähe einer Kfz-Werkstatt liegengeblieben. Ich laufe also die ca. 30 m zu besagter Werkstatt, sage: “mein Auto steht da vorne und macht keinen Zucker mehr”.

Erste Gegenfrage: “Haben sie mal auf die Tankanzeige geschaut?” Das hatte ich tatsächlich, der Tank war halbvoll und ich sagte ganz empört: “diese Frage stellen sie aber nur Frauen, oder?”

Die zweite Nacht in der Ger stand der ersten in nichts nach. Es war erneut bitterkalt. Der einzige Unterschied war, dass man dieses Mal, kündigte sich ein natürliches Bedürfnis an, eine halbe verschneite Pferdekoppel überqueren musste, um zu dem Verhau zu gelangen, den man hier Toilette nennt.

Da man aber ohnehin in all seinen Klamotten schlief, war es halb so wild. Das warme Süppchen des Abends hielt in etwa so lange vor, wie das Nadelholz, das wir hier verfeuerten. Trotzdem schliefen wir nach unserer Klettertour und dem Ausritt wie die Babys und erwachten am nächsten Tag voller Tatendrang. Es war der dritte Tag in der Wildnis.

Der Wasserfall in der Morgensonne. Auch hübsch. Nach einem kargen Frühstück machten wir uns erneut zum Wasserfall auf, um das Naturspektakel noch einmal zu betrachten, während es über Nacht gänzlich eingefroren war und nun direkt von der Morgensonne beschienen wurde. Es war nicht minder atemberaubend als am Abend zuvor. Als wir zu unserem Camp zurückkehrten, wartete Jay bereits im Jeep. Der Motor lief und unser Fahrer schien es eilig zu haben. Er ahnte wohl, welche Widrigkeiten einen in der Wildnis erwarten konnten.

Über Stock und Stein querfeldein. Der dritte Tag sah eine Fahrt zum Rande der Wüste Gobi vor, die Route führte uns zunächst zurück zu dem Dorf, an dem wir Tags zuvor zur Mittagszeit einkehrten und die gewagte Flussquerung unternahmen. Die Landschaft kannten wir vom Partnervermittlung Deutschland Trip bereits, was nichts an ihrer Schönheit änderte.

Ebenso kannten wir die Pisten, denen ich nicht den Titel einer Straße verleihen möchte. In Deutschland werden solche Strecken für gutes Geld von speziellen Architekten angelegt. Wir nennen sie Motor-Cross-Strecken. Entsprechend langsam ging es voran. Oftmals nur im ersten Gang, da die von messerscharfen Steinen gesäumten Steigungen und Kurven nicht mehr als Schrittgeschwindigkeit erlaubten.